Den richtigen Yogastil finden - Vinyasa Yoga Yoga-Arten passend

Den richtigen Yogastil finden – Vinyasa Yoga

Im zweiten Teil der Reihe „Welches Yoga passt zu mir?“ stelle ich dir einen im Westen sehr beliebten Yogastil vor: Vinyasa Yoga. In diesem Beitrag erfährst du, was Vinyasa Yoga genau ist, was dich in einer Vinyasa-Yogastunde erwartet und ob dieser Yogastil für dich geeignet ist.

Den richtigen Yogastil finden

Vielleicht hast du schon einmal etwas von Hatha, Vinyasa oder Jivamukti gehört?! Schwirrt dir der Kopf von den vielen verschiedenen Yogastilen? Keine Sorge, du findest das passende für dich. Denn obwohl alle Yogastile auf den gleichen Ursprung zurückgehen, existieren mittlerweile mehr als einhundert verschiedene Yogavarianten. Egal ob dynamisch, sanft, akrobatisch oder meditativ – für jeden Yogi ist etwas dabei.

In meinem ersten Artikel zu dieser Yogastile-Reihe habe ich bereits meine besten Tipps mit dir geteilt, wie du den passenden Yogastil für dich findest. Falls du diesen Artikel also noch nicht kennst, empfehle ich dir erst hier vorbeizuschauen und danach wieder hierher zurückzukommen.

Die verschiedenen Yogastile im Überblick

In den kommenden Artikeln möchte ich dir verschiedene Yogastile, ihre Besonderheiten, Wirkungen und Philosophien vorstellen. Ich möchte dir damit die Entscheidung erleichtern, welcher Yogastil der richtige für dich ist und dir einen Einblick in die verschiedenen Ausprägungen des Yoga geben.

Heute starten wir mit Vinyasa Yoga. Ich selbst habe mit Vinyasa Yoga begonnen, bevor ich Ashtanga Yoga endeckt und lieben gelernt habe (aber dazu in einem anderen Artikel mehr). Jetzt soll es erst einmal um Vinyasa Yoga gehen.

Was ist Vinyasa Yoga?

Den richtigen Yogastil finden - Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga ist ein dynamischer Yogastil, der im Westen entwickelt wurde. Ursprünglich stammt dieser Yogastil aus dem Ashtanga Yoga, hat aber im Gegensatz zum Ashtanga keine festgelegte Serien von Übungen. Der Begriff Vinyasa stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus der Vorsilbe ‚vi‘ ‚auf eine bestimmte Art und Weise‘ und dem Wort ’nyasa‘ zusammen, was so viel wie ’setzen, stellen, legen‘ bedeutet.

Die einzelnen Körperübungen (Asanas) werden also auf eine bestimmte Art und Weise miteinander verknüpft. Die Bewegung von einer Asana in eine andere sollte möglichst fließend sein. Dabei besteht eine sehr starke Verbindung zwischen Bewegung und Atem. Im Vinyasa Yoga sollen der Übergang von einer Asana in eine andere mit der Atmung synchronisiert werden. Dieser Übergang dauert dann idealerweise genau einen Atemzug.

Die Grundlage für die bewusste Kontrolle des Atems ist dabei die sogenannte Ujjayi-Atmung. Die Ujjayi-Atmung wird oft mit ’siegreicher Atem‘ übersetzt und stellt eine besondere Atemtechnik dar. Dabei atmest du durch die Nase ein und aus. Der Atem wird durch die sanfte Verengung der Kehle verlangsamt. Dabei entsteht ein hörbares Geräusch, ähnlich dem Rauschen des Meeres. Idealerweise sollten Einatmung und Ausatmung gleich lang und intensiv sein.

Wenn dein Yogaehrer oder deine Yogalehrerin innerhalb einer Yoga-Sequenz von einem Vinyasa spricht, ist damit eine bestimmte Abfolge von Bewegungen gemeint, die beispielsweise verschiedene Sequenzen miteinander verknüpfen. Ein klassisches Vinyasa besteht aus Plank, Chaturanga, heraufschauendem Hund und herabschauendem Hund.

Was dich beim Vinyasa Yoga erwartet

In einer Vinyasa-Yogastunde wechseln sich dehnende und kräftigenden Körperübungen ab. Diese sind dynamisch miteinander verknüpft. Stell dich also ruhig auf eine körperlich fordernde und schweißtreibende Yogastunde ein. Einige Übungen können körperlich anstrengend sein. Doch keine Angst, meist gibt es verschiedene Level und Modifikationen für schwierige Asanas.

Die Übergänge zwischen den einzelnen Asanas können mitunter relativ kurz sein, wobei dein Yogalehrer dich durch die einzelnen Übungen führt. Da die einzelnen Sequenzen nicht festgelegt sind, hat jeder Yogalehrer einen gewissen Spielraum in der Gestaltung seiner Yogastunde. So kann der Aufbau einer Vinyasa-Yogastunde von Lehrer zu Lehrer variieren.

Die Yogastunde wird meist mit ein paar Sonnengrüßen zum Aufwärmen begonnen. Darauf folgen eine Reihe von Übungen mit Fokus auf Drehhaltungen, Rückbeugen, Hüftöffner oder Umkehrhaltungen, die immer wieder durch Vinyasas miteinander verbunden werden. Auch Übungen, die die Bauchmuskulatur stärken, sowie Atemtechniken und Meditation können ein Teil der Yogastunde sein.

Den richtigen Yogastil finden - Vinyasa Yoga Yoga-Arten passend

Was bewirkt Vinyasa Yoga?

Vinyasa Yoga fördert durch die dynamischen Bewegungen vor allem deine Kondition, aber durch die Abwechslung mit kräftigenden Übungen auch deine Tiefenmuskulatur. Die einzelnen Asanas gehen ineinander über. Deswegen spricht man auch vom Vinyasa Flow. Durch die Verbindung von Bewegung und Atmung wird die Yogapraxis so zu einer Art Bewegungsmeditation. Mit der Zeit wird der Körper durch integrierte Dehnübungen auch immer flexibler.

Die dynamischen Sequenzen erzeugen eine innere Hitze und reinigen den Körper. Durch das Beobachten des Atems und die Konzentration auf die einzelnen Asanas kommt dein Geist zur Ruhe und du kannst im Hier und Jetzt ankommen. Vinyasa Yoga wirkt also nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der mentalen Ebene.

Ist Vinyasa Yoga etwas für dich?

Vinyasa Yoga wird je nach Lehrer oder Lehrerin natürlich etwas anders gelehrt. So kann die Yogastunde auch mal Meditation, Atemtechniken oder Yoga-Philosophie enthalten. Wie spirituell du deine Yogapraxis magst, liegt aber an dir. Ganz wichtig ist, dass du weder sportlich, kräftig oder besonders flexibel sein musst, um mit Vinyasa Yoga zu beginnen. Für jedes Level ist etwas dabei und du wirst schnell Veränderungen an deinem Körper wahrnehmen. Vinyasa Yoga ist jedoch generell für dich geeignet, wenn:

  • du einen schweißtreibenden und fordernden Yogastil suchst
  • abwechslungsreiche Yogastunden dir am liebsten sind
  • du dich auspowern und anschließend neue Kraft tanken möchtest
  • fließende und tänzerische Bewegungen dein Ding sind
  • du im Alltag viel sitzt oder dich wenig bewegst

Wenn du dir immer noch unsicher bist, ob Vinyasa Yoga das Richtige für dich ist, besuch am besten ein paar Vinyasa-Yogastunden. So findest du am schnellsten heraus, ob dieser Yogastil zu dir passt. Hier findest du außerdem ein paar Tipps und Fragen, die dir helfen sollen den richtigen Yogastil für dich zu finden.

Starte mit deiner Yogapraxis

Wenn du kein Yogastudio in der Nähe hast oder du aus anderen Gründen keine Yogastunde besuchen kannst, empfehle ich dir die Youtube-Kanäle von Mady Morrison und Yoga & JulietViele der Videos, die du dort findest sind Vinyasa Flows mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Vielleicht lernst du diesen Yogastil beim Zuschauen und Mitmachen ja lieben!

Du kannst Vinyasa Yoga besonders mit Videos natürlich auch gut Zuhause üben. Wann die beste Uhrzeit für die Yogapraxis ist, erfährst du hier. Noch mehr exklusive Tipps und Informationen rund um Yoga, Achtsamkeit und Meditation bekommst du in meinem Newsletter. Dort erwarten dich auch ein paar tolle Überraschungen. Trag dich gern hier kostenlos ein und schon bekommst du meine besten Tipps und Materialien in dein Mailpostfach geliefert.

Fotocredit:

fizkes / shutterstock.com / 713186671

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