So stärkst du dein Selbstwertgefühl - sechs Schritte zu mehr Selbstvertrauen Selbstwertgefühl steigern stärken aufbauen

So stärkst du dein Selbstwertgefühl – sechs Schritte zu mehr Selbstvertrauen

Eine der wichtigsten Grundlagen für ein glückliches und erfolgreiches Leben ist ein gesundes Selbstwertgefühl. Wer nicht an sich und seine Fähigkeiten glaubt, erreicht seine Ziele nicht und steht sich selbst im Weg. Deswegen ist es so wichtig, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen und zu stärken. Wie du das schaffst und welche Tipps mir dabei geholfen haben, erfährst du in diesem Artikel.

Du bist genug!

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist entscheidend für Glück und Erfolg im Leben. Leider haben die meisten von uns viel zu wenig davon und das ganz ohne Grund! Gleich einmal vorweg möchte ich dir sagen: Du bist genug und du bist wertvoll! Wenn du mir nicht glaubst, schreib es dir ganz groß auf ein Blatt Papier: ICH BIN WERTVOLL!

Du kannst diesen Satz auch zu deiner Affirmation machen. Und wenn du mir immer noch nicht glaubst, möchte ich dich in diesem Artikel auf dem Weg zu mehr Selbstwertgefühl begleiten.

Warum dein Selbstwertgefühl entscheidend ist

So stärkst du dein Selbstwertgefühl – sechs Schritte zu mehr Selbstvertrauen

Ein hohes Selbstwertgefühl zu haben, bedeutet, dass du dir selbst und deinen Fähigkeiten vertraust. Bitte verwechsle Selbstwertgefühl nicht mit Arroganz. Denn Selbstwertgefühl ist etwas ganz Tolles und Wertvolles, das du stärken solltest.

Die meisten Probleme, denen wir im Leben begegnen, lassen sich auf ein mangelndes Selbstwertgefühl zurückführen. Diese Minderwertigkeitsgefühle entstehen meist schon in der Kindheit oder Jugend und können uns über Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte begleiten. Aber so weit wollen wir es gar nicht erst kommen lassen oder was meinst du?

Das macht ein hohes Selbstwertgefühl mit dir

Ein Mensch mit einem hohen Selbstwertgefühl hat weder Schwierigkeiten über seine Erfolge noch über seine Misserfolge oder Herausforderungen zu sprechen. Wenn du dein Selbstwertgefühl stärkst, lernst du gleichzeitig, mit schwierigen Situationen und Kritik umzugehen, offen für das Leben und neue Erfahrungen zu sein und stärkst auch noch deine Beziehung zu anderen Menschen.

Du wirst Komplimente geben und auch Komplimente von anderen annehmen können. Außerdem wirst du das Interesse daran verlieren, perfekt sein zu wollen. Kurz gesagt, du empfindest dich selbst als wertvoll, so wie du bist.

Der Teufelskreis, in dem wir uns befinden

Ein geringes Selbstwertgefühl ist wie ein Teufelskreis. Wir nehmen uns immer wieder vor, uns zu ändern und setzen uns neue Ziele. Doch selbst wenn wir diese erreichen, meinen wir, dass wir es nicht wert sind, erfolgreich zu sein. Wir gönnen uns unseren Erfolg und unser Glück nicht.

Meistens scheitern wir schon auf dem Weg dorthin, weil wir nicht an uns und unsere Fähigkeiten glauben. Für den Misserfolg machen wir dann wiederum uns selbst verantwortlich und unser Selbstwertgefühl sinkt noch tiefer in den Keller. Alles beginnt wieder von vorn.

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So kannst du dein Selbstwertgefühl stärken

Dein Selbstwertgefühl hat einen großen Einfluss auf dein Verhalten. Wenn du nicht an dich und deine Fähigkeiten glaubst, bist du anderen Menschen gegenüber vielleicht sehr schüchtern, scheust dich vor Herausforderungen und fürchtest dich vielleicht sogar davor. Im schlimmsten Fall verkaufst du dich völlig unter Wert und machst dich von der Meinung anderer abhängig.

Doch wie genau kannst du nun dein Selbstwertgefühl aufbauen? So wie dein Selbstwertgefühl Einfluss auf dein Verhalten hat, kannst du andersherum auch durch ein bestimmtes Verhalten auf dein Selbstwertgefühl einwirken. Das heißt, du kannst dein Selbstwertgefühl gezielt und bewusst stärken. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Und wie genau das geht, erfährst du jetzt.

Die Sechs Säulen des Selbstwertgefühls

Die Sechs Säulen des Selbstwertgefühls gehen auf eine Theorie von Nathanel Branden zurück. Branden geht davon aus, dass wir unser Level an Selbstwertgefühl aktiv steigern können. Jede Situation, in der wir entscheiden und handeln, hat somit einen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl.

Um dein Selbstwertgefühl zu erhöhen, solltest du also so handeln, dass dein Selbstvertrauen positiv beeinflusst wird. Da wir laut Branden nicht direkten Einfluss auf unser Selbstwertgefühl nehmen können, müssen wir es eben über Handlungen tun. Branden macht sechs Tätigkeiten aus, mit denen du dein Selbstwertgefühl gezielt steigern können: die sechs Säulen des Selbstwertgefühls.

Lebe bewusst!

Die erste Säule des Selbstwertgefühls ist die des bewussten Lebens. Aber was heißt das jetzt genau? Bewusst zu leben, bedeutet vor allem, wach und achtsam gegenüber der Welt zu sein. Das heißt aber nicht nur, dass du die Welt um dich herum aktiv wahrnimmst, sondern vor allem auch dich selbst, deine Gefühls- und Gedankenwelt.

Zu einem bewussten Leben gehört eben auch, dass du dir über deine Ziele und Gedanken im Klaren bist und ganz gezielt Entscheidungen triffst, anstatt das Leben an dir vorbeiziehen zu lassen. Je mehr deine Taten mit deinen Zielen übereinstimmen, umso mehr steigert es dein Selbstwertgefühl.

Das bedeutet jetzt nicht, dass du jeden Schritt, den du tust, vorher reflektieren musst. Doch es bedeutet, dass du in der Lage bist, dich in einen bewussten Zustand zu versetzen und bewusst zu handeln, wo es nötig ist. Dazu gehört:

  • dass du dich und deine Fähigkeiten richtig einschätzen kannst
  • dass du dir Fehler eingestehst und sie korrigierst
  • im Einklang mit deinen Zielen zu handeln
  • du dir über deine Gefühlen, Motive und Gedanken im Klaren bist
  • im Hier und Jetzt zu leben

Meine besten Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag, findest du übrigens hier. Darüber hinaus kann ich dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Meditation und auch Tagebuch führen sehr helfen kann, sich der eigenen Gedanken, Gefühle und Ziele bewusst zu werden. Eine ganz tolle Übung, um dir darüber klar zu werden, was du wirklich willst, habe ich in diesem Artikel für dich erklärt.

Nimm dich an, wie du bist!

Selbstakzeptanz ist das Schlüsselwort, wenn es um Selbstwertgefühl geht. Denn meist sind es gar nicht die anderen, die unseren Selbstwert heruntersetzen und uns kritisieren. Dein größter Kritiker bist in aller Regel du selbst. Erst wenn du aufhörst, dich selbst zu bekämpfen, schaffst du Platz für wirkliches Selbstvertrauen. Die Kunst der Selbstakzeptanz ist nicht, dich zu ändern, bis du mit dir im Reinen bist (was meistens sowieso nicht eintritt), sondern dich mit allen Schwächen, aber auch Stärken zu akzeptieren genauso, wie du jetzt bist.

Zur Selbstakzeptanz gehören dabei ganz verschiedene Dinge:

  • Du kannst dir deinen Wert uneingeschränkt eingestehen. Es gibt kein „Wenn“ und kein „Aber“. So wie du jetzt bist, solltest du dich akzeptieren. Du musst nicht erst noch dieses oder jenes ändern, um wertvoll zu sein.
  • Du kannst deine Gedanken und Gefühle beobachten und annehmen, ohne sie zu verdrängen. All das gehört zu dir und das akzeptierst du, ohne dass es dich belastet.
  • Du kannst dir selbst verzeihen und verurteilst dich nicht. Anstatt dich bei Rückschlägen fertig zu machen, kannst du deine Gefühle beobachten und daraus lernen. Einen ganzen Artikel zum Umgang mit Rückschlägen, findest du hier.

Wenn du Probleme mit dem Thema Selbstakzeptanz hast, habe ich einen besonderen Tipp für dich. Überleg dir mal, wie du mit deiner besten Freundin/deinem besten Freund sprechen würdest, wenn er oder sie einen Misserfolg hatte oder einen Fehler begangen hat.

Würdest du ihn oder sie beschimpfen, verurteilen, verachten, zur Schnecke machen oder einen Versager nennen? Wahrscheinlich nicht. Genauso freundlich, wie du mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin umgehen würdest, solltest du auch zu dir selbst sein. Versuch das zu beherzigen, wenn du dich das nächste Mal verurteilst oder schlecht über dich denkst. Einen Artikel dazu, wie du mit dir selbst voller Selbstliebe umgehst, habe ich vor einiger Zeit mal hier für den Blog der lieben Kristin geschrieben.

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Übernimm Verantwortung für dich und deine Handlungen!

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit den ersten beiden Säulen des Selbstwertgefühls und ist oftmals einer der schwersten. Denn zum Selbstvertrauen gehört auch dazu, dass du Verantwortung für dein eigenes Handeln übernimmst.

Vielleicht klingt das jetzt erst einmal beängstigend für dich, denn Verantwortung ist in unserem Köpfen oft mit Ängsten verbunden. Es bedeutet aber auch, dass DU die Kontrolle über dein Leben hast. Du bist der Gestalter deines Lebens! Und das ist doch wunderbar oder? Du hast die Kraft, es in jede erdenkliche Richtung zu lenken. DU und niemand anders! Das solltest du dir klar machen.

Flüchte dich bei Rückschlägen nicht in Ausreden oder Schuldzuweisungen, wenn mal etwas schiefgeht. Was passiert ist, ist aufgrund von Entscheidungen passiert, die du in der Vergangenheit getroffen hast. Und vermutlich hattest du dafür deine Gründe. Lass die Gründe von damals auch heute noch zählen. Zu Eigenverantwortung gehört auch, dass du Erfolge als deine eigene Leistung ansiehst. Natürlich spielen auch Glück und Hilfe meist eine Rolle, aber dein Erfolg ist dein Verdienst. Du darfst und solltest dich dafür feiern! Bitte!

Behaupte dich selbstsicher!

Wenn du ein starkes Selbstwertgefühl aufbauen willst, solltest du offen für deine eigenen Interessen und Meinungen einstehen. Keine Sorge! Ich meine damit nicht, dass du sie aggressiv verteidigen und rechtfertigen musst. Es bedeutet vor allem, dass du dich nicht verstellen solltest. Der erste Schritt ist zu erkennen, was du eigentlich selbst willst, denkst und fühlst und welche Überzeugungen oder Wertevorstellungen dagegen von außen kommen.

Ein kleines Beispiel, damit du weißt, was ich meine: Ich habe ganz lange geglaubt, Arbeit, die Spaß macht, kann keine Arbeit oder Leistung sein. Einfach, weil mir das so von der Gesellschaft und bestimmten Menschen vermittelt wurde. Doch das war nicht mein Gedanke und entspricht auch nicht meinem Ideal. Lange Zeit habe ich das einfach von außen übernommen, ohne zu hinterfragen. Ich habe mich hinter diesen übernommenen Vorstellungen versteckt und konnte deswegen meine Arbeit (beispielsweise hier für den Blog) gar nicht als Leistung ansehen.

Damit steht Selbstbehauptung in einem ganz engen Zusammenhang zur ersten Säule des bewussten Lebens. Nur wenn du dir über deine Ziele, Werte und Motive im Klaren bist, kannst du nach ihnen handeln. Ansonsten kann es auch schnell ins Negative umschlagen. Selbstbehauptung bedeutet dagegen, im Einklang mit seinen Werten und Überzeugungen zu sein und sich nicht zu verstellen, um anderen zu gefallen. Tu dir selbst einen Gefallen und steh zu dir.

Setz dir konkrete Ziele!

Da wir nun schon beim Handeln sind: Zu einem starken und gesunden Selbstwertgefühl gehört auch, Ziele in deinem Leben bewusst und aktiv anzugehen. Ein gesundes Selbstwertgefühl entsteht aber nicht daraus, dass du alle deine gesetzten Ziele erreichst. Selbstvertrauen entwickelst du viel mehr dadurch, dass du den Willen dazu aufbringst, dir Ziele zu setzen und sie auch erreichen zu wollen.

Dazu gehört, dass du deine Fähigkeiten einschätzen kannst. Unterschätz dich nicht! Du kannst viel mehr schaffen, als du dir zutraust. Und solltest du dich mal überschätzen (was ich nicht glaube), dann kannst du aus den Fehlern lernen und weißt, woran du noch arbeiten musst. So oder so: Du kannst nur gewinnen, indem du dir herausfordernde Ziele setzt.

Sei authentisch!

Den Punkt der Selbstbehauptung hatten wir schon. Wenn ich dir sage, dass du authentisch sein sollst, meine ich, dass du deine inneren Werte auch leben solltest. Ist dir Ehrlichkeit wichtig, sei selbst ehrlich. Wenn du für Hilfsbereitschaft einstehst, hilf anderen. Falls du dafür stehst, dass man sich bei Erfolgen selbst auch mal belohnen sollte, dann tu das auch!

Deinen Worten sollten also auch Taten folgen. Vergiss nicht: Niemand wird das nachprüfen, aber es geht hier um dein Selbstbild. Ein gesundes Selbstwertgefühl entsteht daraus, dass du dir selbst vertrauen kannst. Würdest du jemandem vertrauen, der seine Werte selbst nicht lebt? Wahrscheinlich nicht. Deswegen heißt es Selbstvertrauen. Weil du dir selbst vertrauen können musst, dass du auch tust, was du sagst.

Um dein Selbstvertrauen zu fördern, kannst du zum Beispiel Verträge mit dir selbst abschließen. Ich habe beispielsweise mit mir vereinbart, regelmäßig mit Affirmationen zu arbeiten, weil ich selbst davon ausgehe, dass es mich weiterbringt. Genauso stehe ich dafür ein, dass eine tägliche Yogapraxis zu mehr Balance im Leben verhilft. Deswegen habe ich die Vereinbarung mit mir getroffen, jeden Tag Yoga zu machen und wenn es nur ein paar Minuten sind. Das hilft mir, mit meinen eigenen Werten im Einklang zu sein und es kann auch dir dabei helfen.

Wo sollst du jetzt anfangen?

Eines gleich vorweg: Es geht nicht darum, diese sechs Säulen perfekt in dein Leben zu integrieren. Das geht sowieso nicht von heute auf morgen. Du kannst jedoch nach und nach jede der sechs Säulen in deinem Leben aufbauen. Selbst der kleinste Schritt wird einen direkten Einfluss auf dein Selbstwertgefühl haben. Wie alles andere ist auch das Aufbauen von Selbstwertgefühl ein Weg. Also hab Geduld mit dir. Denn auch das gehört zu einem gesunden Selbstwertgefühl.

Alle Säulen greifen ineinander. Wenn du eine Säule „angehst“, wird das auch immer eine andere beeinflussen. Es ist also ganz egal, wo du anfängst. Wichtig ist nur, dass du anfängst. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Das eine wird sich aus dem anderen ergeben und du tust dir und deinem Selbstwertgefühl in jedem Fall etwas Gutes.

Wenn du aus diesem Beitrag etwas für dich mitnehmen konntest, schreib mir gern in den Kommentaren davon. Darüber würde ich mich sehr freuen. Lass uns uns auch gern auf Facebook und Instagram verbinden. Ich wünsche dir in jedem Fall alles Liebe und Gute auf deinem Weg zu einem gesunden Selbstwertgefühl.

Fotocredit:

Bild: Marie Maerz / shutterstock.com / 26422128

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