Wie du lernst, mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen

Raus aus der Krise – Mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umgehen lernen

Wir alle durchleben Phasen im Leben, die uns in eine Krise stürzen und vielleicht sogar am Leben zweifeln lassen. Misserfolge im Job, Streit in der Familie oder ein schlimmer Schicksalsschlag tun weh, lassen uns zweifeln und verzweifeln. Niemand kann uns vor diesen Momenten bewahren und genau deswegen ist dieses Thema für jeden von uns wichtig. Wie du lernst, besser mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen und welche Tipps mir dabei geholfen habe, erfährst du in diesem Artikel.

Du bist nicht allein

Wie du lernst, mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen

Klingt wie eine abgedroschene Phrase? Stimmt aber. Jeder von uns erlebt schwierige Momente im Leben. Vielleicht hast du Schwierigkeiten in deinem Job, trauerst um einen lieben Verwandten, hast eine schlimme Diagnose bekommen oder steckst einfach in einer Sinnkrise. Was dich auch immer herunterzieht, du bist nicht allein.

Ich kenne das Gefühl, das du jetzt vielleicht hast. Vielleicht denkst du, vor einem Haufen Schutt zu stehen und hast keine Ahnung, wie du dein Leben wieder aufbauen sollst oder weißt nicht, wie du aus dem tiefen Loch wieder herauskommst, in das du gefallen bist. Du schimpfst auf dich, auf andere, vergießt ein paar Tränen und irgendwie ergibt alles keinen Sinn.

Eine Krise ist deine Chance

Vielleicht erklärst du mich jetzt für verrückt, aber glaub mir, in genau diesen Momenten liegt ein wahrer Schatz begraben. Eine neue Chance für dich, eine Lektion, die du lernen kannst oder eine Quelle, aus der du neue Kraft schöpfen kannst.

Ich weiß, ich weiß, das fühlt sich in diesem Moment wahrscheinlich alles andere als großartig an und du kannst dir auch nicht vorstellen, welchen höheren Sinn das Ganze haben soll. Es gibt auch keinen festen Sinn dahinter, sondern nur eine neue Chance. Jetzt ist es an dir, was du daraus machst.

Deswegen möchte ich meine Tipps mit dir teilen, wie du nicht nur lernst, mit Schicksalsschlägen und Rückschlägen umzugehen, sondern wie du auch noch das Beste aus ihnen machst.

Die ewige Frage nach dem „Warum“

Die erste Frage, die dir nach einem schlimmen Ereignis wahrscheinlich in den Sinn kommt, ist die Frage nach dem „Warum“. Wir Menschen sind darauf programmiert, nach der Ursache für Probleme oder Ereignisse zu suchen. Wir wollen wissen, wer die Schuld trägt, wie es dazu kommen konnte und wie es hätte anders laufen können.

Dabei verfluchen wir uns selbst, weil wir glauben einen Fehler gemacht zu haben oder schimpfen vielleicht sogar auf andere. Wir fragen uns, warum es ausgerechnet uns treffen musste und was gewesen wäre, wenn…

Versuche nicht zu ändern, was du nicht ändern kannst

Dabei begehen wir den ersten Fehler: Wir versuchen zu ändern, was wir nicht mehr ändern können, weil es bereits eingetreten ist. Wir analysieren die Vergangenheit wieder und wieder und übersehen dabei, dass das aus der Rückschau einfach nicht funktioniert.

Im Nachhinein ist es einfach, zu wissen, was besser gewesen wäre. Für die Gegenwart spielt das allerdings keine Rolle mehr, denn die kannst du nicht mehr ändern. Alles, was du getan hast, hast du aus einem bestimmten Grund heraus getan oder nicht? Genauso wie jeder andere aus einem bestimmten Grund heraus bestimmte Dinge getan hat. Lass diesen Grund auch jetzt noch zählen, so wie er damals für dich galt. Das fällt im Nachhinein schwer, aber alles andere macht dich kaputt und bringt dich vor allem kein Stück weiter.

Versuche auch nicht, dich für Dinge verantwortlich zu machen, die sich außerhalb deines Wirkungsbereichs befinden. Für den Tod eines Menschen, eine schwere Krankheit oder eine andere Katastrophe ist niemand verantwortlich. Es ist einfach passiert. Das scheint dir jetzt vielleicht nicht sehr tröstlich, aber mach dich von der Last frei, dass du oder irgendjemand sonst die Schuld daran trägt. Das ist der erste Schritt zur Akzeptanz.

Akzeptiere, was ist!

Etwas zu akzeptieren, bedeutet, Situationen und Dinge anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen. Dieser erste Schritt ist besonders schwer, aber er ist unbedingt nötig, um mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen. Akzeptanz heißt nicht Vergessen, sondern Annehmen. Das bedeutet nicht, dass du alles einfach hinnehmen solltest, was dir im Leben geschieht, aber eben die Dinge, die nicht mehr zu ändern sind.

Was geschehen ist, ist geschehen. Bitte quäle dich nicht noch mehr, indem du deine Energie darauf verschwendest, Geschehenes im Nachhinein ändern zu wollen oder dagegen anzukämpfen. Nimm dich an, nimm die Situation an und nimm auch den Schmerz und die Trauer an, auch wenn es schwerfällt. Schlimme Dinge können jedem passieren. Wichtig ist nur, was du aus ihnen machst.

Wie du lernst, mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen

Lass die negativen Emotionen da sein

Vielleicht bist du wütend, vielleicht traurig oder einfach nur verzweifelt. Das ist okay. Die wenigsten von uns können völlig unbehelligt bleiben angesichts schlimmer Ereignisse. Auch das ist in Ordnung. Lass all die Wut, Trauer und Verzweiflung das sein, was sie sind.

Du darfst sie spüren, du darfst weinen und du darfst auch in dein Kissen schreien. Diese Emotionen sind da, um gespürt und nicht, um hinuntergeschluckt zu werden. Negative wie positive Emotionen setzen Energie frei. Wichtig ist nur, dass du Wut und Trauer nun nicht an anderen Personen oder dir selbst auslässt. Genau deswegen ist der Schritt der Akzeptanz vorher so wichtig. Er hilft dir, die Emotionen einfach sein zu lassen, anstatt sie gegen jemanden zu richten.

Es ist wichtig, dass du dir für diesen Schritt Zeit nimmst, aber auch dass du nicht zu lange bei ihm verweilst. Bleib nicht bei der Negativität, sondern nutze dir freigewordene Energie, die dabei entsteht.

Ziehe positive Energie daraus

Energie an sich ist weder positiv noch negativ. Sie kann aber für positive oder aber negative Dinge genutzt werden. Nach Schicksalsschlägen oder Rückschlägen tendieren wir dazu, die freigewordene Energie dafür zu nutzen, uns oder anderen die Schuld zu geben oder die Welt zu verfluchen. Leider nutzt das niemandem außer unserem Ego.

Besonders nach schweren Schicksalsschlägen ist es wichtig, die entstandene Energie für die Gegenwart und die Zukunft zu nutzen. Du brauchst diese Energie, um etwas Neues aufzubauen, einen neuen Anlauf zu starten und Wunden zu heilen. Verschwende sie nicht für die falschen Dinge.

Konzentriere dich auf die positiven Dinge

Es fällt uns so leicht, uns auf die negativen Dinge zu konzentrieren und den Blick für das Positive zu verlieren. Das ist typisch menschlich. Wir sehen, was alles schiefgelaufen ist, wie traurig der Tod eines Menschen ist und wie dramatisch wir gescheitert sind. Das mag alles stimmen, aber dabei vergessen wir,  die positiven Dinge ebenso zu sehen und dankbar für sie zu sein.

Der Tod eines Menschen kann das Ende eines Leidens bedeuten. Vielleicht ist derjenige friedlich eingeschlafen und hatte ein erfülltes Leben. Ich habe schon Tote lächeln sehen. Das gibt einem eine ganze Menge Positivität mit. Schau auch auf die Dinge, die nicht schiefgelaufen sind. Was klappt gut in deinem Leben? Für welche Menschen oder Dinge bist du dankbar? Welche Erfolge hast du bereits in deinem Leben erreicht? Welche Erkenntnisse und Lektionen kannst du aus Fehlern oder schlimmen Ereignissen ziehen?

Schreib diese positiven Dinge auf und zwar alle! Nichts hilft in einem schlimmen Moment mehr, als sich diese positiven Dinge wieder vor Augen zu führen. Wenn du glaubst, wieder in ein Loch zu fallen oder einen schlechten Tag hast, lies, was du aufgeschrieben hast. Manchmal braucht es nur eine Erinnerung an all das Wunderbare in unserem Leben.

Schaffe Vertrauen

Vertrauen ist die Grundlage jeder menschlichen Beziehung. Ob es die Beziehung zu einem Freund, dem Partner oder eine Familienmitglied ist. Ohne Vertrauen geht es nicht. Genauso sollten wir Vertrauen in das Leben entwickeln. Es fällt so leicht, auf das Leben, das Schicksal oder eine höhere Macht zu schimpfen. Doch eines ist sicher: Das Leben mutet dir immer nur so viel zu, wie du ertragen kannst und wie viel du brauchst, um etwas zu verändern.

Das mag hart klingen, aber Rückschläge und Schicksalsschläge sind nicht da, um uns zu ärgern, sondern damit wir etwas daraus lernen und daran wachsen. Das Leben wird dir dabei nie mehr aufbürden, als du verkraften kannst. Manche Dinge müssen schiefgehen oder geschehen, um Platz für Neues zu machen.

Ich habe ein tiefes Vertrauen darin entwickelt, dass alles was geschieht zu meinem Wohle geschieht, auch wenn ich den Plan dahinter nicht immer verstehe. Manche Chancen müssen wir verpassen, um eine andere zu bekommen. Manches müssen wir verlieren, um anderes zu gewinnen. Manche Dinge müssen geschehen, damit wir unseren Weg finden.

Ich sage nicht, dass es leicht ist, dieses Vertrauen zu entwickeln, aber das Leben ist damit definitiv leichter. Wenn wir aufhören gegen das Leben anzukämpfen, können wir endlich beginnen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Vertraue darauf, dass das Leben Wunderbares für dich bereithält. Du musst die Wege des Schicksals nicht verstehen und das kannst du auch gar nicht, aber wenn du mit dem Leben fließt, statt es zu bekämpfen, kannst du Lektionen daraus ziehen und mit ihm wachsen. Dabei helfen können dir Affirmationen. Wie du sie für mehr Positivität in deinem Leben einsetzt, erfährst du hier.

Wie du lernst, mit Rückschlägen und Schicksalsschlägen umzugehen

Wage einen Neustart

Nimm all die Lektionen und all die Energie aus Rückschlägen und Schicksalsschlägen mit und wage einen Neustart. Sie sind jetzt Teil deiner Geschichte und geben dir Kraft für alles, was kommt. Nimm neue Chancen wahr, anstatt in der Vergangenheit zu leben.

Vergiss nicht, sondern trag all die Positivität und das Gelernte in deinem Herzen und trau dich, damit neue Wege zu gehen. Mach dich frei von dem, was dich belastet. Bitte halt dich nicht zurück aus Angst, dir könnte Ähnliches wieder passieren. Auch darauf hast du keinen Einfluss, aber du kannst das Beste aus dem machen, was du hast und das ist schließlich eine ganze Menge.

Welche Lektionen ich auch aus meiner Yogapraxis für das Leben gelernt habe und was auch du daraus mitnehmen kannst, erfährst du hier.

Ich wünsche dir Kraft und Entschlossenheit, deinen Weg weiterzugehen! Schreib mir gern in die Kommentare, womit du vielleicht gerade kämpfst und wie du damit umgehst oder teile deine Gedanken auf Facebook oder Instagram mit mir.

 

 

 

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