Die Macht der Gedanken - Wie du mit Affirmationen negative Glaubenssätze auflöst

Die Macht der Gedanken – Wie du mit Affirmationen negative Glaubenssätze auflöst

Wie oft am Tag hast du selbstkritische Gedanken? Wie oft denkst du Dinge wie „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin zu dick/zu klein/zu dumm…“ oder „Ich kann es nicht schaffen“? Doch ab heute ist Schluss damit! In diesem Artikel erzähle ich dir, wie du mit Affirmationen negative Glaubenssätze auflösen und dir ein positives Mindset erschaffen kannst.

Warum selbstkritische Gedanken Gift sind

  • „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.“
  • „Ich verdiene Glück nicht.“
  • „Das kann ich sowieso nicht.“

Kommt dir etwas davon bekannt vor? Die meisten von uns (mich eingeschlossen) haben schon seit der Jugend mit solchen negativen Glaubenssätzen zu kämpfen. Das Traurigste darin ist jedoch, egal, wie oft uns andere vom Gegenteil zu überzeugen versuchen, wir fallen immer wieder in diese alten, negativen Glaubenssätze zurück. Wir geben diesen Gedanken so viel Kraft, dass sie zu unserer Realität werden. Wir werden zu dem, was wir denken.

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie ich mit mir selbst lange gesprochen habe und teilweise immer noch spreche. Keine Spur von Selbstliebe. Dabei würde ich solche Dinge niemals zu einer anderen Person sagen. Warum also sprechen wir mit uns selbst in so zerstörerischer Weise?

Was negative Glaubenssätze mit dir machen

Negative Glaubenssätze sind nichts anderes als alte, verfestigte Glaubensmuster. Sie resultieren aus Erfahrungen und Erlebnissen, die wir gemacht haben und die wir vor unserem geistigen Auge immer wieder abspulen. Dabei neigen wir oft dazu, den negativen Dingen mehr Raum zu geben. Sie werden zu einem festen Teil unseres Denkens und bestimmen auch unser Handeln.

  • Wie oft hast du schon ein tolles Angebot abgelehnt, weil du dachtest, du würdest das eh nicht schaffen?
  • Hast du schon einmal eine Beziehung „manipuliert“, weil du davon überzeugt warst, du würdest die Liebe nicht verdienen?
  • Wie oft tust du etwas nicht, weil du denkst, du wärst zu dumm/zu dick/“setz hier gern jedes andere beliebige Wort ein“?

Negative Glaubenssätze aufspüren

Doch jetzt kommt das Gute: Was du mit negativen Glaubenssätzen tust, funktioniert auch umgekehrt mit positiven Glaubensmustern. Doch dafür müssen wir sie zuerst einmal aufspüren und in unser Bewusstsein holen. Das ist gar nicht so leicht. Schließlich haben wir sie meist über Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte in unserem Denken verankert. Dennoch gibt es ein paar Methoden, wie du negative Glaubenssätze aufspüren kannst.

  • Beobachte bewusst deine Gedanken während des Tages. Das ist gar nicht so leicht, aber versuch es mal.
  • Sobald du auf einen selbstkritischen Gedanken aufmerksam wirst, halte kurz inne. Das können Sätze sein wie, „Warum habe ich bloß…?“, „Wie konnte ich nur…“, „Ich bin zu…“ und und und
  • Stelle dir nun die Frage, ob du solch einen Satz auch zu deiner besten Freundin/deinem besten Freund oder Partner sagen würdest. Vermutlich nicht oder? Dann hast du es vermutlich mit einem negativen Glaubenssatz zu tun.

Im nächsten Schritt gilt es nun, diese Glaubenssätze aufzulösen und in positive umzuwandeln. Und da kommen die Affirmationen ins Spiel.

Die Macht der Gedanken - Wie du mit Affirmationen negative Glaubenssätze auflöst

Was sind Affirmationen?

Eine Affirmation ist ein bejahender, bekräftigender Satz, mit dessen Hilfe wir unsere Gedanken und unser Handeln beeinflussen und umprogrammieren können. Wenn du positive Affirmationen regelmäßig, am besten sogar täglich nutzt, kannst du deine negativen Glaubenssätze quasi „überschreiben“.

Affirmationen als Werkzeuge für ein glückliches Leben

Affirmationen können dir helfen, dir ein tägliches Erleben voller positiver Gefühle und Gedanken zu erschaffen. Indem du sie dir zum Beispiel immer wieder vorsagst, werden sie mit der Zeit zu deiner dauerhaften Realität. Genau wie deine negativen Glaubenssätze werden sie sich in deinem Denken verankern, im Gegensatz zu den negativen Glaubenssätzen aber dein Leben zum Positiven verändern.

Ich habe lange Zeit die Kraft solcher Affirmationen unterschätzt. Inzwischen sind sie jedoch Teil meiner täglichen Morgenroutine. Wenn du Affirmationen erfolgreich nutzen willst, gibt es jedoch ein paar kleine Dinge zu beachten. Welche das genau sind, erkläre ich dir jetzt.

Affirmationen richtig formulieren

Das ist ein ganz wichtiger, wenn nicht der wichtigste Punkt überhaupt. Eine Affirmation, die nicht richtig formuliert wird, kann nämlich auch nicht wirken oder vielleicht sogar das Gegenteil hervorrufen. Aber keine Panik! Es ist nicht kompliziert. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dir ganz leicht deine eigenen wirkungsvollen Affirmationen erschaffen.

  • Affirmationen sollten immer positiv formuliert sein. Das heißt du formulierst nicht „Ich möchte mir keine Sorgen mehr machen“ oder „Ich möchte mich nicht mehr unwohl in meiner Haut fühlen“, sondern „Ich möchte frei von Sorgen sein“ oder „Ich fühle mich wohl in meiner Haut“. Wenn du die Affirmation in der negativen Form formulierst, ist sie in deinem Unterbewusstsein immer noch präsent und kann nicht positiv wirken.
  • Affirmationen sollten in der Gegenwartsform geschrieben sein, also „Ich bin es wert, geliebt zu werden“ und nicht „Ich werde es wert sein, geliebt zu werden“. Denn ansonsten verschiebst du die positive Veränderung in die Zukunft. Die Affirmation soll aber jetzt wirken, also formuliere sie auch in der Gegenwart.
  • Affirmationen sollten in der Ich-Form formuliert sein. Formuliere keine Ziele, die nicht in deinem Einflussbereich liegen. Wir können andere mit unseren Affirmationen nicht beeinflussen. Deshalb sollten sie auf uns selbst bezogen sein, also besser „Ich komme immer besser mit meinen Kollegen zurecht“ anstatt „Meine Kollegen werden immer freundlicher zu mir“.
  • Affirmationen sollten keinen Widerspruch in dir auslösen, aber motivierend formuliert sein. Bevor du eine Affirmation verwendest, sprich sie dir vorher im Geiste ein paar Mal vor. Fühlst du dich mit der Affirmation wohl? Manchmal können sich Affirmationen auch unangenehm anfühlen, weil sie vielleicht zu weit von unserer momentanen Wirklichkeit entfernt liegen. Dann ist es besser, erst einmal eine etwas „mildere“ Formulierung zu wählen, die keinen Widerspruch in dir erzeugt. Vielleicht fühlt sich „Ich bin schön“ für dich heute noch nicht so gut an und weckt vielleicht sogar deinen inneren Zweifler. Dann umschreibe die Affirmation lieber, so zum Beispiel „Ich liebe jede Zelle meines Körpers“ oder „Mein Körper ist ein Geschenk“.

Wie du deine eigenen Affirmationen entwickelst

Doch wie genau entwickelst du jetzt deine persönlichen Affirmationen? Weiter unten habe ich ein paar Affirmationen als Inspiration für dich notiert. Du kannst sie gern nutzen, abwandeln und personalisieren. Wenn du möchtest, kannst du aber auch deine ganz eigenen Affirmationen formulieren. Das ist am Anfang vielleicht noch etwas ungewöhnlich, aber mit der Zeit bekommst du ein Händchen dafür.

Eine Affirmation fokussiert sich immer auf das Ziel, nicht auf das Problem.

Ganz wichtig ist, dass du formulierst, was du gern in deinem Leben hättest, nicht, was du nicht in deinem Leben haben möchtest. Nur wenn du formulierst, was du willst, kannst du es auch bekommen. Diesen Punkt habe ich auch oben schon einmal erwähnt. Am besten geht das, indem ein Problem bearbeitest und daraus eine positive Formulierung machst. Also wenn du zum Beispiel keine Angst mehr haben möchtest, frage dich, was du stattdessen willst. Dann könntest du zum Beispiel formulieren: „Ich vertraue dem Leben voll und ganz“ oder „Alles ist gut in meinem Leben. Ich bin sicher“. Richte deinen Fokus in der Affirmation immer auf das Ziel, nicht auf das Problem. Wenn du herausfinden willst, was du im Leben wirklich willst, lege ich dir diesen Artikel dazu ans Herz.

Du kannst dich auch fragen, wie der Weg zu deinem Ziel aussieht und dann zum Beispiel formulieren „Ich lasse meine Sorgen los und öffne mich dem Leben“. Solche Formulierungen sind stark und wirkungsvoll und schaffen ein positives Mindset. Probiere einfach ein bisschen herum, was sich für dich gut anfühlt. Es ist auch wichtig, dass du deine Affirmationen in gewissen Abständen überprüfst. Fühlen sie sich noch gut an? Passen sie noch zu dir? Wenn nicht, passe sie ruhig an deine momentane Situation an.

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Affirmationen in den Alltag integrieren

Nachdem du jetzt weiß, wie du deine eigenen Affirmationen formulieren kannst, ist der nächste Schritt, sie in deinen Alltag zu integrieren. Das kannst du auf ganz unterschiedliche Art und Weise tun. Am besten ist es jedoch, wenn du deine Affirmationen regelmäßig, idealerweise sogar täglich benutzt. So können sie dein Denken und Handeln am besten umprogrammieren.

Ich nutze meine Affirmationen während meines Morgenrituals. Nach dem Aufstehen meditiere ich für ein paar Minuten und lese mir dann meine Affirmationen laut vor. So starte ich mit einem positiven Mindset in den Tag. Du kannst das auch am Abend noch einmal wiederholen, wenn du möchtest. Meiner Meinung nach ist das laute Vorlesen wirklich das Effektivste. Du kannst so spüren, was die Affirmation mit dir macht und dich besser mit ihr verbinden. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie du deine Affirmationen neben dem lauten Lesen noch nutzen kannst:

  • Du kannst sie auf Zettel schreiben und an einem gut sichtbaren Ort aufhängen.
  • Du kannst sie im Geiste vor dir hersagen.
  • Du kannst sie aufnehmen und dir immer wieder anhören.
  • Du kannst dir einen Brief oder eine Email mit deinen Affirmationen schreiben.
  • Du kannst dir einen Desktophintergrund mit deiner Lieblingsaffirmation basteln.
  • Du kannst sie immer wieder aufschreiben.
  • Du kannst dir einen Kalender mit deinen liebsten Affirmationen basteln.

Inspirationen für Affirmationen

Hier ein paar Inspirationen. Du darfst jede Affirmation gern anpassen, verändern oder eigene erfinden. Viel Spaß dabei!

Affirmationen für mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen

  • Ich vertraue dem Leben und mir selbst voll und ganz.
  • Alles ist gut. Das Leben meint es gut mit mir.
  • Alles was passiert, passiert zu meinem Wohle. Ich kann aus allem, was passiert, etwas lernen. Alles hat seinen Sinn.
  • Ich bin es wert, geliebt zu werden.
  • Ich liebe mich genau so, wie ich bin.
  • Ich bin ein Geschenk.
  • Ich öffne mich mehr und mehr dem Leben. Ich lade das Vertrauen in mein Leben ein.

Affirmationen für Erfolg

  • Mein Leben ist reich und erfüllt.
  • Ich erkenne den Wert meiner Arbeit.
  • Ich habe die Fähigkeiten, alles zu schaffen, was ich will.
  • Ich übe eine Tätigkeit aus, die mich erfüllt und bereichert.
  • Ich bin ein wertvoller Teil dieser Gesellschaft.
  • Ich habe eine Vision. Ich lebe meine Vision.

Affirmationen für Liebe und Partnerschaft

  • Ich bin offen für eine neue Partnerschaft.
  • Mein Leben ist erfüllt von Liebe und Harmonie.
  • Alles an mir ist liebenswert.
  • Ich ziehe Menschen an, die gut für mich sind und mir das geben, was ich brauche.
  • Ich lasse Nähe zu.

Affirmationen für Gesundheit

  • Ich bemerke die Signale meines Körpers und erkenne, was gut für mich ist.
  • Jeder Zelle meines Körpers geht es gut.
  • Mein Körper ist mein Tempel.
  • Ich höre auf meinen Körper und tue ihm Gutes.
  • Ich fühle mich wohl in meinem Körper. Mein Körper ist ein Wunder.

Noch mehr Tipps und Formulierungshilfen findest du auch hier.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Formulieren deiner eigenen Affirmationen. Noch mehr Tipps, wie du deinen Alltag achtsamer gestalten kannst findest du in meinem Achtsamkeits-Artikel. Schau gern vorbei und lass dich inspirieren.

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Fotocredit:

Foto 2: Photo by Andressa Voltolini on Unsplash

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