So machst du dir deine Mala-Kette ganz einfach selbst [DIY]

So machst du dir deine Mala-Kette ganz einfach selbst [DIY]

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Mala-Ketten sind in der Yogaszene inzwischen ein richtiger Trend, In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine eigene Mala-Kette knüpfen kannst. Was eine Mala überhaupt ist, wozu man sie trägt und welche Materialien und Arbeitsschritte du für deine eigene Mala brauchst, all das erfährst du weiter unten.

Was ist eine Mala?So machst du dir deine Mala-Kette ganz einfach selbst [DIY] 2

Eine Mala ist eine Gebetskette, die ursprünglich aus dem Buddhismus und Hinduismus stammt. Der Begriff kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Meditationskranz“. Eine Mala besteht in der Regel aus 108 Perlen und einer Guruperle.

In der hinduistischen Tradition steht jede der 108 Perlen für eine Gottheit, der der Hindu seine Bitte oder sein Anliegen darbringen möchte. Im Buddhismus dagegen stehen die 108 Perlen für die 108 Bände der Lehre Buddhas. Mala bestehen aus Naturmaterialien wie Edelsteinperlen, Samen und Holzperlen. Je nach Art der gewählten Materialien hat eine Mala eine bestimmte Bedeutung und Wirkung. Hier findest du eine Übersicht über die einzelnen Perlen, ihre Bedeutung und Wirkung.

Wozu wird eine Mala getragen?

Traditionell wurde die Mala in einem speziellen Ritual von einem Yogameister an seinen Schüler übergeben, um ihn auf seinem Weg zur Erleuchtung zu unterstützen. Die Mala ist ein besonderes Hilfsmittel bei der Japa-Meditation und soll diese vertiefen.

Obwohl die Mala ursprünglich eine Gebetskette ist, kann sie auch als Schmuckstück und Begleiter für mehr Ruhe und Kraft getragen werden. Wenn du also Positivität, Energie und Ruhe aus dem Tragen deiner Mala schöpfen kannst, kannst du sie gern auch im Alltag um den Hals tragen. Sei dir aber stets ihrer besonderen Bedeutung bewusst.

Eine Mala-Kette selber machen

Sich eine Mala selber zu knüpfen, hat an sich schon etwas Meditatives. Natürlich gibt es Unmengen an wunderschönen, zum Teil in mühevoller Handarbeit entstandene Mala zu kaufen. Tolle Shops für Mala und einen Rabattcode findest du in hier.

Ich bin jedoch generell ein großer Fan davon, Dinge selber zu machen. Dadurch entsteht meiner Meinung nach eine ganz besondere Beziehung zwischen dir und dem, was du da gerade erschaffst. Außerdem kannst du dir deine Mala selbst zusammenstellen und ihr somit eine besondere Bedeutung verleihen. Was du für deine DIY-Mala brauchst und wie du sie knüpfst, erkläre ich dir jetzt.

Für deine DIY-Mala brauchst du:

  • 108 Perlen (Hier kannst du ganz nach deinem Geschmack und der gewünschten Wirkung wählen. Ich verwende am liebsten Edelstein- und Rudrakshaperlen und Sandelholz. Qualitativ hochwertige Perlen findest du in einem guten Perlengeschäft oder Online Shop. Perlen mit einem Durchmesser von 8 bis 10 mm sind ideal.)
  • 1 Guruperle (Die Guruperle ist gleichzeitig Anfangs- und Endpunkt der Mala und hat eine besondere Bedeutung. Such dir am besten eine Perle, die größer und noch hübscher ist als die anderen.)
  • 1 Quaste
  • Shamballa Schmuckband* beziehungsweise Perlenaufreihgarn (Stärke je nach Lochgröße der Perlen auswählen, Farbe passend zu Perlen auswählen)
  • Schere
  • Zange
  • Perlenbrett* (nützlich, aber nicht notwendig)
  • Feuerzeug
  • 1 Nadel

Anleitung für deine DIY-Mala

  1. Schneide ungefähr zwei bis drei Meter des Schmuckbandes ab. Je nachdem wie groß deine Perlen sind, brauchst du mehr oder weniger Schmuckband.
  2. Nun ordne deine Perlen auf dem Perlenbrett nach deinen Vorstellungen an. Ganz unten befindet sich die Quaste und darüber die Guruperle. Rechts und links der Guruperle befinden sich jeweils genau 54 Perlen. Du kannst auf dem Perlenbrett die Anordnung der Perlen testen und variieren und behältst beim Knüpfen leichter den Überblick. Du kannst dir die Perlen aber auch ohne Perlenbrett zurechtlegen.
  3. Nun wird das Schmuckband in die Nadel eingefädelt und danach durch den oberen Teil der Quaste gefädelt, bis die sich Quaste in der Mitte des Schmuckbandes befindet. Oberhalb der Quaste wird nun ein Knoten gemacht, der mit der Zange schön fest gemacht wird.
  4. Fädel nun beide Seiten des Schmuckbandes durch die Guruperle. Diese sollte nun oberhalb der Quaste sitzen. Links und rechts hast du nun wieder zwei gleich lange Fäden. Mache nun auch oberhalb der Guruperle einen Knoten und machst ihn mit der Zange schön fest.
  5. Jetzt kannst du beginnen, die erste Perle auf der rechten Seite aufzufädeln. Mache danach wieder einen festen Knoten. Jetzt fädelst du noch vier weitere Perlen auf der rechten Seite auf, bis du fünf Perlen hast, wobei du nach jeder Perle einen festen Knoten machst.
  6. Nun fädelst du nach dem gleichen Muster fünf Perlen auf der linken Seite auf und verknotest sie. Jetzt fädelst du wieder rechts fünf Perlen auf und so geht es dann im Wechsel weiter, bis du alle 108 Perlen aufgefädelt und verknotet hast.
  7. Nimm nun beide Enden des Schmuckbandes zusammen und verknote sie so fest wie möglich miteinander. Schneide dann den restlichen Faden am Knoten ab, aber sei vorsichtig, dass du nicht zu nah am Knoten abschneidest. Den Knoten verödest du nun mit einem Feuerzeug. Dafür hältst du das Feuerzeug kurz an den Knoten, bis dieser leicht schmilzt und drückst ihn dann vorsichtig mit den Fingern nochmals fest.

Weitere tolle Ideen für selbstgemachte Geschenke für Yogis findest du übrigens hier. Du kannst dich natürlich auch gern selbst damit beschenken.

Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Basteln!

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