Warum du dein EIGENES Morgenritual brauchst und wie du es erschaffst Achtsamkeit Morgenroutine

Warum du dein EIGENES Morgenritual brauchst und wie du es erschaffst

Wie startest du morgens in den Tag? Drehst du dich gern noch ein paar Mal um und musst dann hetzen oder trinkst in Ruhe deine Tasse Kaffee oder Tee? Schaust du direkt nach dem Aufstehen auf dein Handy oder nimmst du dir erstmal Zeit für dich? Wie du den Morgen beginnst, entscheidet darüber, wie du den Rest des Tages erlebst. Warum du nicht irgendein Morgenritual brauchst, sondern dein ganz eigenes und wie du es dir erschaffst, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum ein Morgenritual so wertvoll istWarum du dein EIGENES Morgenritual brauchst und wie du es erschaffst

Ein Morgenritual ist etwas ganz Besonderes. Es ist ein tolles Werkzeug für mehr Achtsamkeit, innere Balance, Selbstliebe und Verwirklichung. Diese Zeit, die du dir am Morgen nimmst, legt gewissermaßen den Grundstein für deinen restlichen Tag. Es ist eine Zeit, die du dir nur für dich nimmst und sie nach deinen Wünschen füllst.

Vielleicht kennst du das von dir selbst. Ein Morgen, den man in Hektik und Stress verbringt, sorgt meist dafür, dass auch der restliche Tag irgendwie nicht so richtig rund laufen will. Wenn du deinen Morgen jedoch in Ruhe und Achtsamkeit verbringst, verankerst du diese Ruhe und Ausgeglichenheit in dir und sie begleitet den ganzen Tag über.

Morgenritual oder Weiterschlafen?

Jetzt fragst du dich vielleicht, wieso du am Morgen wertvolle Zeit für ein Morgenritual opfern solltest, die du sonst im Bett verbringen könntest. Um dir diese Frage zu beantworten, muss ich ein wenig ausholen.

Meiner Meinung nach gibt es zwei hauptsächliche Gründe, warum wir Dinge in unserem Leben tun. Der eine ist um des kurzfristigen Glücks wegen und der andere um des langfristigen Glücks wegen. Natürlich ist es verlockender, länger im Bett liegenzubleiben und sich noch einmal umzudrehen, anstatt früher aufzustehen. Es ist auch verlockender, auf der Couch zu liegen, anstatt Sport zu treiben oder angenehmer oder angenehmer Fernsehen zu schauen, anstatt das Leben in die Hand zu nehmen.

Das heißt nicht, dass es nicht in Ordnung ist, hin und wieder auszuschlafen oder fernzusehen oder dir etwas zu gönnen. Das möchte ich damit auch gar nicht sagen. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass die Auswahl, die wir treffen, eine bewusste Entscheidung ist, über die wir die volle Verantwortung haben.

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Entscheidest du dich für kurzfristiges oder langfristiges Glück?

Auf diese Frage würde vermutlich jeder erst einmal langfristiges Glück antworten. Unsere heutige Welt ist jedoch auf kurzfristiges Glück ausgelegt. Diese kurzen Glücksmomente sind einfach zu erschaffen, dauern aber auch nur kurze Zeit und oft brauchen wir immer mehr davon.

Für langfristiges Glück muss man lang und hart arbeiten. Wer einen Marathon laufen möchte oder eine schwierige Yogapose meistern will, weiß, dass das nicht von heute auf morgen geht. Es braucht Übung, Energie und vor allem Vertrauen darin, dass man es schaffen kann. Und man muss eben auch mal Rückschläge einstecken. Die Belohnung  für dieses Durchhaltevermögen ist langfristiges Glück. Dieses langfristige Glück kann in verschiedenen Formen daherkommen: Erfolg, das Erreichen eines Ziels, Geld oder auch Freude oder Zufriedenheit.

Was hat das jetzt mit deinem Morgenritual zu tun?

Ganz einfach. Wenn du morgens liegen bleibst, anstatt dein Morgenritual zu beginnen, entscheidest du dich für kurzfristiges Glück. Ich sage nicht, dass das immer schlecht ist, aber sei dir dieser Entscheidung bewusst. Ein Morgenritual zu haben, heißt jedoch, dass du für langfristiges Glück ein bisschen Schlaf opfern kannst. Es bedeutet, dass du bereit bist, etwas zu verändern und zu wachsen.

Doch langfristiges Glück fängt im Moment an. Ich möchte nicht, dass du beginnst nur in der Zukunft zu leben. Das ist nicht das Ziel eines Morgenrituals. Ein Morgenritual sollte dich in den Moment zurückholen und dich achtsam in den Tag starten lassen. Natürlich kannst du ein bestimmtes Ziel im Hinterkopf haben, aber nicht zu stark daran festhalten. In dem Moment, in dem du dich für dein Morgenritual entscheidest, befindest du dich schon auf dem richtigen Weg. Um nicht zu stolpern, musst du jedoch einen Fuß vor den anderen setzen.

Morgenritual statt Morgenroutine

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass ich bewusst das Wort Morgenroutine vermeide, das momentan in aller Munde ist. Das liegt darin, dass der Begriff für viele und auch für mich eher nach Drill und Zwang klingt und eher starr ist. Das soll dein Morgenritual jedoch keineswegs sein. Dein Morgenritual soll dich unterstützen und mit dir wachsen. Es soll sich deinen Bedürfnissen anpassen, dich weiterbringen und nicht zum Zwang werden.

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Erschaff dir dein eigenes Morgenritual

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich alle Dinge in deinem Leben nicht zu einem Zwang entwickeln sollten. Sie sollten zu dir passen und mit dir wachsen. So auch dein Morgenritual. Im Internet findest du zahlreiche Artikel und Videos dazu, wie die perfekte Morgenroutine auszusehen hat. Manche sagen, Meditation gehöre unbedingt dazu, wieder andere man müsse mit Sport oder mit Tagebuch-Schreiben in den Tag starten. Ich bin der Meinung, das perfekte Morgenritual ist DEIN Morgenritual.

Deswegen solltest dein Morgenritual nur Dinge beinhalten, die dir gut tun und dich persönlich weiterbringen. Natürlich kannst du dich von anderen inspirieren lassen, aber wenn du dich mit einem fremden Morgenritual nicht wohlfühlst, scheu dich nicht, es zu verändern und an dich anzupassen. Sonst wird dein Morgenritual zu einem Hindernis und das Aufstehen am Morgen zum Zwang. Ein gutes Morgenritual, das auf dich abgestimmt ist, sollte Spaß machen und dir das Aufstehen leichter machen.

Wie du zu deinem eigenen Morgenritual findest

Ein Morgenritual zu erschaffen, dass hundertprozentig zu dir passt, ist gar nicht so einfach. Ich habe aber ein paar Tipps für dich, wie du dein eigenes Morgenritual entwickeln kannst.

  • Überleg dir zuerst, wie viel Zeit du jeden Morgen in dein Morgenritual investieren kannst und möchtest. Das können fünf Minuten sein oder auch eine Stunde oder mehr. Die Zeit, die du dir nimmst, sagt nicht zwangsläufig etwas darüber aus, wie „gut“ oder „intensiv“ dein Morgenritual ist. Löse dich von diesen Vorstellungen und schau, wie viel Zeit du investieren möchtest.
  • Nun überlege dir, welche Dinge dir gut tun. Welche Dinge tun dir so richtig gut? Was braucht dein Körper am Morgen? Was hilft dir, wach zu werden oder deine Gedanken zu beruhigen? Schreib deine Ideen untereinander auf ein Blatt Papier.
  • Nun überlege dir, was du schon immer in deinem Leben verankern wolltest, wofür dir aber immer die Zeit oder die Ausdauer gefehlt hat. Welche Wünsche oder Visionen wolltest du schon lange angehen? Wolltest du schon immer ein Buch schreiben, mit Yoga beginnen oder Meditieren lernen? Dein Morgenritual ist genau die richtige Zeit, um diese Wünsche anzugehen. Denn du schaffst dir in deiner Morgenroutine endlich die Zeit, die du dafür brauchst und das Arbeiten an deinen Träumen gibt dir Energie und Positivität für den restlichen Tag. Schreib auch diese Dinge untereinander auf das Blatt Papier zu den anderen.
  • Nun schau dir die Liste an und überlege dir, welche Dinge dir besonders wichtig sind. Was sind deine Prioritäten? Welche Dinge tun dir besonders gut? Was willst du auf jeden Fall in deinem Leben verankern? Welche Dinge möchtest du täglich tun? Schreibe diese Dinge auf ein zweites Blatt Papier. Vielleicht ist für dich auch alles wichtig. Dann kannst du es auch einfach bei der ersten Liste belassen.
  • Nun kannst du den verschiedenen Aktivitäten Zeiten zuordnen. Wie viel Zeit deines Morgenrituals möchtest du in welche Aktivität investieren? Wie teilst du dir dein Morgenritual ein? Das müssen natürlich nur ungefähre Angaben sein.
  • Wenn du möchtest, kannst du deine Aktivitäten jetzt auf einem dritten Blatt noch in eine bestimmte Reihenfolge bringen. Vielleicht möchtest du erst meditieren und dann Sport machen, um anschließend eine Runde mit dem Hund spazieren zu gehen oder andersherum. Vielen Menschen hilft eine gewisse Abfolge, um morgens direkt mit dem Morgenritual zu starten und nicht erst überlegen zu müssen, was sie als erstes tun sollen. Wenn du jedoch lieber jeden Morgen neu entscheidest, lass diesen Schritt gern weg.

Dein Morgenritual ist ein „Ja“ zum Leben

Herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade dein erstes Morgenritual erstellt und damit den Grundstein für mehr Achtsamkeit, Selbstliebe und Balance in deinem Leben gelegt. Je nachdem, ob du eine feste Reihenfolge oder nur eine Liste mit möglichen Aktivitäten erstellt hast, kannst du nun dein Morgenritual gestalten.

Leg dir deine Liste gern an einen Platz, an dem du dein Morgenritual jeden Tag beginnen möchtest. So musst du nur einen Blick darauf werfen und direkt loslegen oder entscheiden, was du zuerst tun möchtest. Du kannst dir auch jeden Morgen eine bestimmte Anzahl von Aktivitäten aus deine Liste aussuchen, auf die du an diesem Morgen Lust hast. Denn dein Morgenritual muss nicht immer gleich aussehen.

Warum dein Morgenritual Veränderung braucht

Das schöne an einem Morgenritual ist, dass du es nach deinen Wünschen verändern und anpassen kannst. Du kannst jederzeit mal eine Aktivität weglassen oder die Reihenfolge verändern und das solltest du auch von Zeit zu Zeit. Wenn sich etwas nicht mehr richtig anfühlt, hab keine Scheu, es zu verändern. Deine Bedürfnisse, Wünsche und Ziele ändern sich regelmäßig. Deswegen sollte sich auch dein Morgenritual mit dir ändern können:

  • Wenn du zum Beispiel wenig Zeit hast, kannst du bestimmte Aktivitäten weglassen oder die Zeit reduzieren, die du dir für jede einzelne Aktivität nimmst.
  • Wenn du an einem Tag mal mehr Zeit hast, kannst du die Aktivitäten länger durchführen oder aber Aktivitäten von deiner ersten Liste hinzufügen.
  • Schau dir deine Listen regelmäßig an. Gibt es neue Dinge, die du hinzufügen möchtest? Hast du neue Wünsche oder Visionen, deren Erfüllung du in deinem Morgenritual angehen möchtest? Tut dir momentan eine Sache besonders gut? Trau dich, deine Listen zu verändern und zu ergänzen oder vielleicht auch Dinge zu streichen, die nicht mehr zu dir passen.
  • Es ist völlig in Ordnung, mit fünf oder zehn Minuten für dein Morgenritual zu starten. Vielleicht verspürst du aber nach einiger Zeit den Wunsch, dir mehr Zeit zu nehmen. Auch die Dauer deines Morgenrituals kannst du über die Zeit hinweg also verändern.

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Inspirationen für dein Morgenritual

Wie gesagt, bin ich absolut der Meinung, dass dich dein Morgenritual nur weiterbringen kann, wenn es zu dir passt. Trotzdem kann es manchmal helfen, sich Inspiration zu holen. Deswegen habe ich eine Liste mit Dingen erstellt, die du in dein Morgenritual einbauen kannst:

  • Meditation
  • Lesen
  • Visualisieren
  • Affirmationen (Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel.)
  • Laufen
  • Yoga (Welche Vorteile Yoga am Morgen hat, erkläre ich dir hier.)
  • ein Glas Wasser oder Tee trinken
  • Dehnen
  • Tagebuch schreiben
  • Journaling
  • Spazierengehen
  • Schreiben
  • Workout
  • Ölziehen
  • Tagesplanung
  • gesundes Frühstück zubereiten (Rezepte dafür findest du hier)
  • Musik hören (und dazu tanzen, wenn du möchtest)

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Entwickeln und Weiterentwickeln deines eigenen Morgenrituals. Schreib mir gern in die Kommentare, was für dich an keinem Morgen fehlen darf und verbinde dich mit mir auf Facebook oder Instagram. Ich freue mich auf dich!

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