Achtsamer leben 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsamer leben – 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit ist in den letzten Jahren zu einem richtigen Trendwort geworden. Was Achtsamkeit nun aber genau ist und mit welchen Tipps du dir einen achtsameren Alltag erschaffst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Was ist Achtsamkeit überhaupt?

Das Wort Achtsamkeit wird dir sicherlich schon einmal begegnet sein. In letzter Zeit kommt man um das Wort gar nicht mehr herum. Wahrscheinlich hast du wie ich auch eine ungefähre Vorstellung, was Achtsamkeit eigentlich sein könnte. Trotzdem finde ich es wichtig, sich – ganz im Sinne der Achtsamkeit – noch einmal genau bewusst zu machen, was Achtsamkeit eigentlich bedeutet.

Achtsamkeit ist laut dem deutschen Fachzentrum für Achtsamkeit (ja, so etwas gibt es) eine „Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit“. Achtsamkeit bedeutet also, aufmerksamer zu sein und die Dinge, die uns umgeben, bewusster wahrzunehmen. Ganz wichtig ist dabei wahrzunehmen, ohne zu urteilen, sondern in erster Linie loszulassen und anzunehmen.

Die Vorteile von Achtsamkeit im Alltag

Achtsamer leben - 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass Achtsamkeit dein Leben und deinen Alltag entschleunigt, aber Achtsamkeit hat auch viele andere fantastische Vorteile. Falls du wie ich einen sogenannten „Monkey Mind“ hast, also einen Geist, der wie ein munterer Affe von Gedanke zu Gedanke springt, kann dir Achtsamkeit dabei helfen, dein Gedankenkarussell zu stoppen. Achtsamkeit beruhigt und stabilisiert den Geist.

Außerdem kannst du mit mehr Achtsamkeit im Alltag Stresssituationen mit mehr Ruhe und Gelassenheit begegnen und fühlst dich auch in schwierigen Situationen gewappnet. Achtsamkeit hängt außerdem auch sehr eng mit einem glücklicheren Leben zusammen, da du lernst, negative Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken und dich selbst anzunehmen. Welche tollen Vorteile Achtsamkeit im Alltag noch mit sich bringt, kannst du hier nachlesen.

Meine 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Nachdem du jetzt erfahren hast, was Achtsamkeit eigentlich ist und welche Vorteile sie mit sich bringt, hast du bestimmt genug gute Gründe, deinen Alltag achtsamer zu gestalten oder? Deswegen möchte ich nun meine 7 besten Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag mit dir teilen.

1. Schaff dir kleine Achtsamkeits-Reminder!

Diesen tollen, aber super einfachen Tipp habe ich von der lieben Marilena Berends, genauer gesagt aus ihrem Podcast Gratitude Daily und möchte ihn nun gern an dich weitergeben.

Es geht darum, sich kleine Reminder in den Alltag einzubauen, die dich daran erinnern, wieder etwas achtsamer zu sein und nicht einfach so durch deinen Tag zu rasen. Die liebe Marilena malt sich dazu zum Beispiel jeden Morgen einen Punkt auf das Handgelenk. Wenn sie dann über den Tag hinweg wieder auf diesen Punkt aufmerksam wird, ist das ihr Reminder, einmal durchzuatmen, sich aufzurichten und ihren Tag achtsamer fortzusetzen.

Diesen Tipp kannst du natürlich für dich abwandeln und dir andere Reminder schaffen. Das kann ein schönes Armband sein, ein Ring oder auch ein akustischer Ton, der dich daran erinnert, einen Gang herunterzuschalten und wieder bei dir anzukommen. Für diesen akustischen Reminder kannst du zum Beispiel deinen Wecker verwenden, es gibt aber auch schon viele Apps dafür, die du nutzen kannst. Frag dich in diesen Momenten bewusst, wie es dir eigentlich geht, ob du irgendwo Verspannungen spürst und halte einen Moment inne. Du kannst dafür auch kurz die Augen schließen. Nimm dir einfach eine Mini-Auszeit, um wieder ganz bei dir anzukommen.

2. Geh achtsamer durch deinen Alltag!

Gerade wenn es stressig wird, neigen wir oft dazu, wortwörtlich durch unseren Alltag zu „rasen“. Mir selbst fällt oft auf, wie schnell ich eigentlich gehe, selbst wenn ich keinen dringenden Termin habe.

Achte beim nächsten Mal, wenn du irgendwohin unterwegs bist, mal darauf, wie schnell deine Schritte sind und verlangsame sie ein wenig. So gehst du nicht nur achtsamer durch den Tag und erlebst mehr Details in deiner Umgebung, sondern kommst trotzdem (und weniger gestresst) ans Ziel.

Achtsamer leben 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

3. Schaff dir Smartphone-Auszeiten!

Das Smartphone ist der Klassiker unter den Ablenkungsfallen. Ich war geschockt, als ich mittels einer Handy-App mal getrackt habe, wie viel Zeit ich eigentlich am Smartphone verbringe. Vielleicht geht es dir ähnlich und du ertappst dich immer wieder dabei, wie du „nur kurz“ einmal auf dein Handy schaust.

Deswegen schaffe ich mir bewusst kleine Smartphone-Auszeiten und habe mir eine App installiert, die nicht nur misst, wie oft und wie lange ich mein Handy benutze, sondern mich auch daran erinnert, es aus der Hand zu legen. Außerdem habe ich alle Töne von irgendwelche Apps und auch die Bildschirm-Benachrichtigungen deaktiviert.

Ich weiß, es ist verlockend, aber ich möchte dich dazu ermutigen, dir zu überlegen, ob es wirklich immer nötig ist, sofort auf dein Handy zu schauen. Für mehr Achtsamkeit im Alltag geh eine Vereinbarung mit dir ein und nimm dir bewusst Auszeiten von Social Media und Co. Zumindest die erste Stunde nach dem Aufstehen und eine Stunde vor dem Schlafengehen, kannst du zur Smartphone freien Zeit erklären. Das sorgt nicht nur für einen guten Start in den Tag, sondern auch für besseren Schlaf.

4. Achte auf eine bewusste Atmung!

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie flach du oft während des Tages atmest. Wenn du dann im Stress bist, geht deine Atmung sogar noch flacher. Das sorgt dafür, dass du weniger Sauerstoff aufnimmst und so auch weniger Energie im Alltag hast.

Was du dagegen tun kannst, ist, besonders in stressigen Situationen kurz innezuhalten und ein paar bewusste Atemzüge zu nehmen. Am wirkungsvollsten ist dabei die bewusste Bauchatmung. Versuche durch die Nase tief in den Bauch einzuatmen. Du kannst dabei deine Hände auch auf den unteren Bauch legen. Das verstärkt die beruhigende Wirkung sogar noch. Atme dann ganz langsam und bewusst wieder aus und spüre wie deine Bauchdecke sich wieder senkt. Mach das mindestens drei Mal und spüre nach, wie viel ruhiger du geworden bist. Wiederhole diese Übung, so oft du möchtest.

5. Nimm deine Mahlzeiten bewusst ein!

Schon der italienische Dichter Leopardi meinte „Die Welt gehört dem, der sie genießt“. Wenn du achtsamer und bewusster isst, nimmst du nicht nur die einzelnen Geschmacksnoten intensiver wahr, sondern tust deinem Körper auch noch etwas Gutes. Der hat dann nämlich genug Zeit, um das Essen richtig zu verdauen und alle Nährstoffe aufzunehmen.

Wichtig ist, dass du dir vor allem genug Zeit für dein Essen nimmst, bewusst kaust und alle Ablenkungen (da sind wir wieder beim Thema Smartphones) möglichst vermeidest. Nimm bei deiner nächsten Mahlzeit mal ganz bewusst wahr, was du schmeckst.

  • Welche Geschmacksnoten nimmst du wahr?
  • Verändert sich der Geschmack, je länger du kaust?
  • Welche einzelnen Texturen kannst du wahrnehmen? Weich, knusprig oder bissfest?

Du kannst dabei auch gern mal die Augen schließen. Das verändert deine Wahrnehmung noch einmal und lässt dich noch bewusster schmecken.

6. Nutze all deine Sinne!

Forscher haben herausgefunden, dass wir bis zu 80% unserer Umwelt ausschließlich mit den Augen wahrnehmen. Der Sehsinn ist unser primärer Sinn. Wie wäre es also, wenn du versuchst, deine Welt mal stärker mit deinen anderen Sinnen wahrzunehmen? Du wirst sehen, wie viele Details und neue Dinge dir in deiner Umgebung plötzlich auffallen.

Am besten kannst du das tun, wenn du die Augen schließt und dich so ganz auf deine anderen Sinne konzentrierst. Nimm nun ganz bewusst Geräusche und Gerüche wahr und benutze auch deine Hände, um deine Umgebung abzutasten. Das fühlt sich am Anfang komisch und vielleicht auch unsicher an, aber bringt deine Achtsamkeit auf eine ganz neue Stufe und lässt dich deine Umgebung viel intensiver wahrnehmen.

Vor allem der Tastsinn bringt mich immer ins Hier und Jetzt zurück, weshalb ich gern Ketten mit Perlen oder Steinen tragen und diese hin und wieder durch meine Hände gleiten lasse. Zwischendurch reibe ich auch gern meine Hände oder creme sie ein. Das bringt nicht nur die Durchblutung und den Kreislauf in Schwund, sondern lässt dich auch bewusst wieder bei dir ankommen.

7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

7. Verändere deine Routinen!

Wir Menschen lieben Routinen. Sie sparen Zeit und helfen und, Struktur in unseren Alltag zu bringen. Daran ist auch in erster Linie nichts Schlechtes. Dennoch ist es gut, unsere Routinen hin und wieder zu durchbrechen oder zu verändern. So nehmen wir unseren Alltag wieder bewusster wahr und geben unserem Gehirn neue Reize, an denen es wachsen kann. Wenn du dich manchmal fühlst, als würdest du auf Autopilot laufen, kann dir dieser Tipp helfen, wieder bewusster zu leben.

Hier habe ich ein paar Ideen für dich, wie du kleine Gewohnheiten verändern und so zu mehr Achtsamkeit im Alltag gelangen kannst:

  • Verändere den Ablauf deiner Morgenroutine! Wenn du meist zuerst einen Kaffee trinkst und dann ins Bad schlenderst, versuche es doch mal andersherum.
  • Tue gewöhnliche Dinge wie Zähneputzen mal mit der linken Hand, wenn du Rechtshänder bist oder mit rechts, wenn du Linkshänder bist!
  • Wenn du zu Fuß unterwegs bist, probiere mal neue Wege aus!
  • Koche ein Essen mit Zutaten, die du noch nie probiert hast!
  • Statt eine SMS zu schreiben, ruf doch beim nächsten Mal einfach an!
  • Geh in der Mittagspause spazieren, statt deine Mails zu checken!
  • Nimm dir am Abend vor dem Schlafengehen Zeit, etwas Neues zu tun! Schreib zum Beispiel mal Tagebuch, lies ein gutes Buch, zeichne etwas oder meditiere!

Die Liste lässt sich natürlich unendlich weiterführen. Mit diesen kleinen Veränderungen bringst du frischen Wind in deinen Tag und nimmst ihn mal auf eine ganz andere Art und Weise wahr.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei, diese kleinen Achtsamkeitstipps umzusetzen. Schreib mir auch gern in die Kommentare, welche Tipps du für uns hast, um mehr Achtsamkeit im Alltag zu praktizieren.

PS: Schau auch gern mal auf meinem Instagram-Profil vorbei. Dort teile ich regelmäßig meine Gedanken zu Achtsamkeit, Yoga und innerer Balance und mit dir. Ich freue mich, wenn wir uns dort miteinander verbinden und austauschen können!

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Artikel! 🙂 Da werde ich mit Sicherheit etwas von ausprobieren. Ich selbst blogge über den achtsamen Umgang mit dem Pferd und da merke ich eben immer wieder, dass sich viele Dinge im normalen Alltag genauso umsetzen lassen. Und ohne auch mit sich selbst achtsam umzugehen, kann man nicht achtsam mit dem Pferd umgehen. 🙂 Liebe Grüße, Jessica

    1. Liebe Jessica,
      ich freue mich, dass du etwas aus dem Artikel mitnehmen konntest 🙂
      Du hast vollkommen recht. Achtsamkeit ist eigentlich mit ein paar einfachen Tipps gut im Alltag umsetzbar, manchmal muss man sich nur daran erinnern 🙂
      Liebe Grüße, Jenny

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